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Die Mitglieder der Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens
deutschsprachiger jüdischer Architekten wollen mit ihrer ehrenamtlichen
Arbeit auf die Bauwerke jüdischer Architekt/inn/en in Berlin und in
anderen Städten aufmerksam machen und helfen, deren bemerkenswerte,
oftmals der Moderne der 20er Jahre verpflichtete Architektur zu
bewahren.
Zugleich soll auf die vergessenen Biographien der jüdischen
Archi- tekt/inn/en hingewiesen werden, die durch die
nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen aus ihren Bahnen geworfen
wurden, die zur Flucht oder ins Exil gezwungen wurden oder die sogar ihr
Leben verloren. Die biographischen Forschungen zu diesen
Architekt/inn/en weisen oft über Deutschland hinaus und sind intensiv
mit Ländern wie Israel, den USA, aber auch vielen europäischen Ländern
verwoben. Daher sind diese Forschungen immer auch ein Beitrag zur
Wiederherstellung und Intensivierung des europäischen Kulturerbes.
Die Bauten der jüdischen Architekt/inn/en sind in oder nach der Zeit des
Nationalsozialismus häufig verändert oder umgebaut worden. Manchmal
wissen die heutigen Eigentümer bzw. Nutzer gar nichts über die
Entstehung oder den Architekten ihrer Häuser. Daher verstehen sich die
Aktivitäten der Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens
deutschsprachiger jüdischer Architekten auch als ein Beitrag zur
Wiederherstellung von Gerechtigkeit und als Maßnahme zur Bewahrung des
historischen Gedächtnisses der Stadt.
Spendenkonto: 62 66 95 100, BLZ 100 100 10, Postbank Berlin
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