Die Mitglieder der Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens
deutschsprachiger jüdischer Architekten veranstalten zwei- bis viermal
im Jahr Führungen zu Bauten jüdischer Architekten in Berlin und
Umgebung.
Die bisher von uns veranstalteten Führungen finden Sie in unserem
Archiv der Veranstaltungen
Die Termine für die aktuellen Führungen werden auf unserer
Website bekannt gegeben, können aber auch den Programmzeitschriften und
der Tagespresse entnommen werden. Wenn Sie Interesse haben, können Sie
uns aber auch gern eine Nachricht unter
Kontakte
senden. Sie erhalten
dann rechtzeitig vor der nächsten Veranstaltung eine Einladung.
Berliner Themenjahr 2013, Berlin 1933-38 - Zerstörte Vielfalt
Die Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens
deutschsprachiger jüdischer Architekten veranstaltet
im Themenjahr 2013 eine Open-Air-Ausstellung und mehrere
Führungen:
Vergessene jüdische Architekten - Forgotten Jewish Architects - Ausstellung, 24.05. bis 30.11.2013
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Vergessene jüdische Architekten - Führung: Bauten der Großstadt (Ehemaliges Kaufhaus Jonass), 30.06.2013
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Vergessene jüdische Architekten - Führung Radtour: Villen und Landhäuser (Ehemaliges Haus Bab), 28.07.2013
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Unser Projekt: Vergessene Architekten - Bauten und Biographien jüdischer Architekten in Berlin
2013 wird die Machtübernahme der Nationalsozialisten 80 Jahre her sein,
und die Novemberpogrome jähren sich zum 75. Mal. Dann soll in einer die
ganze Stadt umfassenden Ausstellung gezeigt werden, wie in der bis 1933
pluralistisch lebendigen Weltstadt Berlin die Vielfalt des städtischen
Lebens durch die nationalsozialistische Diktatur zersetzt wurde bis zur
Zerstörung dieser Vielfalt, als jüdische Bewohner verfolgt,
ausgeschlossen, deportiert und ermordet wurden.
In der von vielen Institutionen getragenen Ausstellung soll an diese
zerstörte Vielfalt erinnert werden, indem konkret das Wirken und
das Schicksal derjenigen hervorgehoben wird, die unter der
Zerstörung zu leiden hatten.
Unsere Gesellschaft ist mit dem Projekt "Vergessene Architekten - Bauten
und Biographien jüdischer Architekten in Berlin" beteiligt, das dem
Schaffen jüdischer Architekten in der progressiven Verbindung zur
zeitgenössischen Baukultur, dem Gedenken an den unermeßlichen Verlust
durch ihre Eliminierung und dem Einsatz für die kulturelle Restitution
der jüdischen Architekten und ihres Erbes gewidmet ist.
Mehr als 450 jüdischen Architekten wurde 1933 durch die
Nationalsozialisten der Beruf verboten. Sie waren gezwungen, Deutschland
zu verlassen. Diejenigen, die blieben, wurden in Konzentrationslager
verschleppt und kamen dort ums Leben. Die Erinnerung an ihre Namen und
ihr Werk wurde oftmals vollständig ausgelöscht. Die Bauten dieser
Architekten, die oft Vertreter der Moderne waren und sich den neuen
Bauaufgaben der Weimarer Republik widmeten, aber sind noch da und prägen
bis heute das Stadtbild Berlins und die kulturelle Identität - auch in
anderen Städten Deutschlands. Dazu gehören Kultur-, Geschäfts-, Kino-
und Theaterbauten, innovative Großwohnungsbauten der 20er Jahre, aber
auch viele bemerkenswerte Villen und Landhäuser.
Die Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens
deutschsprachiger jüdischer Architekten präsentiert aus Anlaß des
Themenjahrs "2013 - Zerstörte Vielfalt" eine Auswahl von ca. 30 oft auch
bekannten Bauten jüdischer Architekten in Form thematischer
Stadtrundgänge. Jeder ausgewählte Bau ist durch ein deutlich erkennbares
Stadtzeichen im Stadtraum markiert, an dem über das Haus, seine
Entstehung und Nutzung sowie über den Architekten informiert wird. Die
Routen sind außerdem durch eine Anwendung im mobilen Internet sowie mit
einem Faltblatt nachvollziehbar.
Damit soll auf die vergessenen Biographien der jüdischen Architekten
hingewiesen werden, die durch die nationalsozialistischen
Verfolgungsmaßnahmen aus ihren Bahnen geworfen wurden. Die
biographischen Forschungen zu diesen Architekten weisen oft über
Deutschland hinaus und sind intensiv mit Ländern wie Israel, den USA,
aber auch vielen europäischen Ländern verwoben. Daher sind diese
Rundgänge nun ein Beitrag zur Wiederherstellung und Intensivierung des
europäischen Kulturerbes und zur Bewahrung des historischen
Gedächtnisses der Stadt.
Einige Bauten jüdischer Architekten sind in oder nach der Zeit des
Nationalsozialismus verändert oder umgebaut worden. Manchmal wissen die
heutigen Eigentümer oder die Bewohner gar nichts über die Entstehung
oder den Architekten ihrer Häuser. Mit den Rundgängen und Stationen läßt
sich auch die kulturelle Vielfalt dieser Stadt wiederentdecken.
Spendenkonto 62 66 95 100, BLZ 100 100 10, Postbank Berlin
Vergessene jüdische Architekten - Forgotten Jewish Architects - Ausstellung
24. Mai bis 30. November 2013 im Berliner Stadtgebiet
Am Freitag, 24.5.2013 wird die Open-Air-Ausstellung mit einer Auswahl von 26
markanten Bauten sowie von Biographien von mehr als 450 jüdischen
Architekten eröffnet. Sie erhielten ab 1933 durch die
Nationalsozialisten Berufsverbot und waren gezwungen, Deutschland zu
verlassen; diejenigen, die blieben, wurden in Konzentrationslager
verschleppt und ermordet. Die Erinnerung an ihre Namen und ihr Werk
wurde oftmals vollständig ausgelöscht. Die Bauten dieser Architekten -
meist Vertreter des Neuen Bauens - prägen bis heute das Stadtbild
Berlins. Die 26 Bauten werden durch gut erkennbare Informationstafeln
sowie in Form thematischer Stadtrundgänge präsentiert. Die Routen sind
zudem durch eine Anwendung im mobilen Internet sowie durch ein Faltblatt
nachvollziehbar. Die Ausstellung und die Rundgänge sind somit auch ein
Beitrag zur Revitalisierung des europäischen Kulturerbes und zur
Bewahrung des historischen Gedächtnisses der Stadt.
Kontakt: Tel: 030-771 97 59
Eintritt frei
Vergessene jüdische Architekten - Führung: Bauten der Großstadt (Ehemaliges Kaufhaus Jonass)
Sonntag, 30. Juni 2013, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Im Rahmen der Open-Air-Ausstellung zu Bauten vergessener jüdischer
Architekten werden in der Führung verschiedene „Bauten der Großstadt“
und ihre Architekten vorgestellt. Dazu zählen moderne Geschäftshäuser,
Verwaltungsbauten, Theater, Kinos und Schulen. Neben dem ehemaligen
Kaufhaus Jonass (heute Soho House Berlin) von G. Bauer und S.
Friedländer werden auch die Volksbühne von Oskar Kaufmann und die
ehemalige jüdische Mädchenschule von Alexander Beer gezeigt. Der
Rundgang findet vor allem in Mitte (teilweise mit der U-Bahn) statt.

Photo: © Markus Hawlik
Treffpunkt: Ehemaliges Kaufhaus Jonass, Torstraße 1, Ecke Prenzlauer Allee, 10119 Berlin
Kontakt: Claudia Marcy, Tel: 030-771 97 59
Eintritt Erwachsene 8,00 €
Ermäßigter Eintritt 5,00 €
Vergessene jüdische Architekten - Führung Radtour: Villen und Landhäuser (Ehemaliges Haus Bab)
Sonntag, 28. Juli 2013, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Vor allem im Südwesten Berlins entstanden in den zehner und zwanziger
Jahren zahlreiche Villen- und Landhausbauten. Dabei ließen sich viele
jüdische Auftraggeber ihre Wohnbauten von jüdischen Architekten
entwerfen. Auf der Fahrradtour werden verschiedene Landhäuser und ihre
Architekten vorgestellt. Die Spannbreite reicht von der repräsentativen
Unternehmervilla mit Parkanlage von Adolf Wollenberg bis zum sachlich
modernen Doppelwohnhaus von Rudolf Fränkel.

Photo: © Markus Hawlik
Treffpunkt: ehemaliges Haus Bab, Ruhrstraße 12 A, Ecke Konstanzer Straße, 10709 Berlin
Kontakt: Günter Schlusche, Tel: 030-771 97 59
Eintritt Erwachsene 8,00 €
Ermäßigter Eintritt 5,00 €
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