GESELLSCHAFT ZUR ERFORSCHUNG DES LEBENS UND WIRKENS
DEUTSCHSPRACHIGER JÜDISCHER ARCHITEKTEN

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Bruno Ahrends
 
1878 born in Berlin, studies at the TH München and the TH Charlottenburg. 1936 escapes to Italy, 1939 to Great Britain.
Dies 1948 in Kapstadt/Southafrica.
Bruno Ahrends, Berlin, Miquelstrasse  
Berlin, 1912, Miquelstrasse
Photo: Markus Hawlik
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From an article in the Berlin newspaper "Der Tagesspiegel":
 
Jüdischer Architekt
Zum Artikel "Ein Haus muß voller Kinder sein" vom 1.Juli 1999
 
Das Haus in Dahlem, erworben für die Vorgängerin von Thierse im Amt des Bundestagspräsidenten und nun Wohnsitz des Bundespräsidenten und seiner Familie, hat auch einen Architekten. Sein Name taucht bis jetzt in keinem der mir bekannten Zeitungsberichte auf. Es ist der Berliner Bruno Ahrends (1878 bis 1948), der die Villa für sich und seine Familie im Jahr 1911 errichtete. Neben weiteren Landhäusern und Villen baute er vor allem an der "weißen Stadt" in Reinickendorf mit (1930), eine der reformerischen Großsiedlungen in Berlin.
Ahrends, Vertreter des Neuen Bauens in der Weimarer Republik, wurde wegen seiner jüdischen, Herkunft in die Emigration getrieben und erreichte England mit seiner Familie auf dem Fluchtweg über Italien. Er teilt das Schicksal mit vielen Hunderten deutschen Architekten, denen der Nationalsozialismus "ihren Namen nahm". Der Architekt kehrte nicht mehr nach Berlin zurück.
Es gibt in Berlin die "Gesellschaft zur Erforschung von Leben und Wirken deutschsprachiger jüdischer Architekten", die an diese Gruppe z. B. mit Stadtführungen zu den erhaltenen Bauten erinnert.
Dr. Hedwig Wingler, Berlin-Spandau
 
 
Bruno Ahrends, Portrait
Bruno Ahrends
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